Idee

Generationsübergreifender Lebensort.

Es war im Dezember 2018 – wir hatten einen Auftrag und eine Idee, die offen gestanden etwas aus der Zeit gefallen schien. Der Auftrag bestand darin, das ehrwürdige Margaretha- und Josephinen-Stift mit neuem Leben zu füllen. Die Idee, Lebensgemeinschaften zu fördern, war konträr zum aktuellen Zeitgeist, der eher Individualismus und Ein-Personen-Haushalte reklamierte.

Mit diesen Vorgaben, zahlreichen Aufgaben und einem riesigen Anwesen im Gepäck, begannen wir eine mehrjährige Reise.   

Heute bewirtschaften wir in vielfäliger Art und Weise einen lebendigen Sozialraum mit etwa 10.000 Quadratmetern Innenfläche. Komplettiert wird dieser durch den Margaretha- und Josephinen-Park mit einem Hektar Grün.

Gegenwärtig ist unser Haus der wohl größte generationsübergreifende Lebensort  in Deutschland, der Modellcharakter hat. Darauf sind wir schon ein bisschen stolz.

Unser herzlicher Dank gilt allen, die uns auf dem Weg dorthin begeleitet und unterstützt haben.   

 

Tradition fortführen.

Bereits vor mehr als 160 Jahren waren unsere Stifterinnen, Margaretha Rauch und Josepha Albrecht, mutige und entschlossene Pionierinnen. Sie erkannten die damaligen Nöte der Bevölkerung und setzten sich, tief verwurzelt im katholischen Glauben, mildtätig für die Schwächeren unserer Gesellschaft ein.

Mit aus heutiger Sicht beeindruckendem Weitblick wurde am 8. Januar 1847 die Gründungsurkunde der Margaretha- und Josephinen-Stiftung unterzeichnet. Vor allem Personen, die ohne Verschulden in Schwierigkeiten gerieten, lagen den beiden Schwestern Margaretha Rauch und Josepha Albrecht am Herzen. Ihr Blick richtete sich in besonderem Maße auf Menschen im Alter oder mit Gebrechen – und natürlich auf die Jüngsten der Bevölkerung, unsere Kinder.

Ebenso wichtig erschien ihnen die Förderung der Erziehung, Wissenschaft und Ausbildung. Heute wird die Margaretha- und Josephinen-Stiftung durch das Stiftungskuratorium repräsentiert. Die operative Umsetzung der Konzeption erfolgt durch das Margaretha- und Josephinen-Stift am Kemptener Adenauerring. Im Vordergrund aller Aktivitäten steht das Ziel, die Tradition unserer Stifterinnen fortzuführen – an einem Lebensort, der die Generationen zum gemeinsamen Gestalten einlädt.
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